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Buntes aus Babimost – Teil 2

Wie so häufig bei Weltmeisterschaften tragen sich allerhand amüsante Geschichten zu, von denen einige auch eher weniger mit Floorball zu tun haben. „Buntes aus Babimost“ trägt einige davon zusammen.
Wieder einmal sind die sogenannten „Exoten“ trotz herber Niederlagen eine Bereicherung für das Turnier. Die Rolle des Ober-Exoten hätte eigentlich Jamaika zufallen sollen, die ihre WM-Teilnahme allerdings kurzfristig absagen mussten. So fiel die Rolle der Ukraine und Kanada zu. Letztere verschenken vor jedem Spiel „Go Canada!“-Shirts an die Spielerinnen des gegnerischen Teams – ob es sich hierbei um eine nette Geste oder um subtile Psycho-Tricks handelt, ist nicht abschließend geklärt.
Die Ukrainerinnen überzeugen schon die ganze WM über mit einer unerschütterlichen Moral: Nach der 0:17-Klatsche gegen Team Germany hätte man anhand der Reaktionen den Sieger nicht eindeutig bestimmen können – was nicht daran lag, dass sich die deutschen Damen nicht feierten. In der Schlussphase des gleichen Spiels verletzte sich die ukrainische Julia Zaloznaya am Sprunggelenk. Wenige Minuten später wurde sie zum Best Player gewählt, konnte aber noch immer nicht wieder auftreten. Kurzerhand wurde sie vom ukrainischen Betreuer zu den IFF-Abgeordneten getragen, um die Ehrung im Jubel ihrer Teamkolleginnen in Empfang zu nehmen. Herzzerreißender Teamgeist.
Auch Norwegen bewies Harmonie. Nach dem Auftaktsieg über die Kanadierinnen nahmen sie den kleinen Bruder einer ihrer Teamkolleginnen in ihre Mitte, um ihm ein Geburtstagsständchen zu singen. Überhaupt präsentieren sich die Skandinavierinnen als ungemein musikalisch: Sowohl das Warm-Up als auch das Cool-Down werden bei Norwegen und Schweden von einer Gesangseinlage eröffnet.
Für Ausdrucksfehler wie das gestrige „Die Butter vom Brett nehmen“ auf der Facebook-Seite von floorball.de (mittlerweile korrigiert) kann das Presseteam (siehe Slideshow) übrigens nicht verantwortlich gemacht werden. Das Hotelpersonal des Brancon tut alles in seiner Macht stehende, um seinen Gästen entgegenzukommen, von dieser Seite also alles in Ordnung. Leider befindet sich gegenüber dem Hotelfenster der Parkplatz eines Supermarktes – und wie man bereits im Vorwege erkennen konnte (siehe Slideshow), scheint es für ortsansässige Halbstarke äußert wichtig zu sein, hier Burnouts und Donuts in das Pflaster zu brennen. Mittlerweile kennen wir auch die favorisierte Uhrzeit hierfür: Nachts zwischen drei und fünf. Regelmäßig, jede Nacht. Könnte ja passieren, dass man sonst in Vergessenheit gerät … oder so. Unser Schlafkonto ist dementsprechend auch gefühlt im Minus gelandet.
Zu allem Überfluss schrie der FD-Account bei flickr auch noch nach absoluter Unanfechtbarkeit der Identität. Selbst nach korrekter Beantwortung aller Sicherheitsfragen und Zusendung diverser Sicherheitscodes über die E-Mail-Adressen daheimgebliebener Kollegen drohte die große, weite Floorballwelt foto-technisch von uns abgeschnitten zu sein. Deshalb gibt es erste Eindrücke von den Spielen nun hier.
Fotos: Tilmann Gebhardt, Michael Düsing und Elke Scholz

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