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Deutschland verspielt unglücklich den 2. Platz

Im letzten WM-Spiel gegen Kanada wollte die deutsche U19-Auswahl einen Sieg feiern und den zweiten Platz der B-Division sichern. Es kam anders als gedacht. Kanada ging früh in Führung, wurde eingeholt und gewann am Ende doch glücklich mit 5:4. Norwegen gewann sein Spiel gegen Österreich dominant mit 21:0, steigt daher direkt in die A-Division auf und führt vor Kanada statt Deutschland die Tabelle an.
Team Germany kam bereits in der ersten Minute zu zwei guten Chancen durch Kleerbaum. Wenige Sekunden später fiel das Tor allerdings auf der anderen Seite. Ein Einschlag von Bernier fand keinen Abnehmer, dafür von Freund und Feind unberührt den Weg ins Tor. In Überzahl schlug Deutschland in der vierten Minute zurück. Reck spielte quer zu Buchal, die den Lochball direkt im langen Eck versenkte. Mit zwei Toren (L. Andrä und Beppler-Alt nach Vorlage von Strahl) in 72 Sekunden zur Hälfte des ersten Drittels konnten sich die deutschen Damen absetzen. Danach setzten die Fehler ein. Im Aufbau gewann Kanada den Ball und traf im 1-gegen-0 zunächst nur den Pfosten. Kurz vor Ende netzte die freistehende Linker den Ball aber doch noch aus sieben Metern ein – nur noch 3:2 für Deutschland.
Die Fehlerquote erhöhte sich im zweiten Drittel noch einmal enorm, womit auch das Gefahrenpotential sank, und fand ihren vorzeitigen Höhepunkt in einem äußerst unglücklichen Eigentor von Kleerbaum. Trotz der anfänglich besseren Spielgestaltung nahm die Verunsicherung überhand. Beckmann stolperte über Kleinschmidt, woraufhin der Ball durch Deseure im Tor endete. Kleerbaum egalisierte ihren Fehler durch einen Fernschuss zum Ende des Drittels und glich wenigstens zum 4:4 aus.
Das letzte Drittel startete hoffnungsvoll mit mehreren Chancen durch Tina und Luise Andrä, welche jedoch nur am Außennetz landeten. Die deutschen Damen taten sich aber weiterhin schwer. Einen weiteren 1-gegen-0-Konter parierte Brünn (ab der 29. Minute für Kleinschmidt im Spiel) nach zehn Minuten und überstand die anschließende Druckphase der Kanadierinnen – bis zur letzten Spielminute. 55 Sekunden vor Abpfiff schoss Woodland ins kurze Eck und Kanada zum 5:4-Triumph. Deutschland verlor damit nicht nur das Spiel, sondern auch den zweiten Platz und verließ zutiefst betrübt das Spielfeld. 9:00 Uhr ist eben auch eine beschissene Spielzeit.
Alexandra Kürth nach der Partie: „Es war ein sehr hartes Spiel, aber ich finde, wir haben wirklich alles gegeben. Ich bin super stolz auf mein Team und trotz der Niederlage können wir stolz auf uns und unsere Leistung sein, denke ich.“
Theresa Beppler-Alt zur U19-WM in Kanada 2016 (Anmerkung: Als 98er Jahrgang kann sie eine weitere WM spielen): „Ich hoffe wir haben da noch mal die Chance, gegen Kanada zu spielen. Kommt halt darauf an, ob sie aufsteigen in die A-Division, wenn jemand aus der A absagt. Eine Revanche wäre schön.“
Fotos: Elke Scholz

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