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Kein zweites Wunder von Zürich

Es ist der 11. November 2022, Finnland spielt das Viertelfinale gegen Deutschland in der neu eröffneten Swiss Life Arena in Zürich. Das deutsche Team spielte bis dato eine gute Weltmeisterschaft mit einem soliden Sieg über Lettland und einem Torfest gegen Kanada und wollte an diese Leistung anknüpfen.

Doch die Turnierform setzte den deutschen Vizemeister Finnland vor, welcher als klarer Favorit in das Spiel ging. Dieser Rolle wurden die Nordlichter auch bereits in der 2. Minute gerecht, der erste Schuss auf das deutsche Tor ging direkt rein. Die Deutschen versuchten sich nicht entmutigen zu lassen, spielten weiter nach vorne, verteidigten gefährliche Angriffe. Dann spielte Jakob Heins einen perfekten Querpass durch die finnische Verteidigung, auf Janos Bröker, welcher wiederum den sprintenden von Pritzbuer sah. Dieser verwandelte den Pass in einen Schuss ins Kreuzeck – 1:1. Doch damit waren die Finnen geweckt und drehten in Richtung Tor auf. Innerhalb von acht Minuten schossen die Vizemeister fünf Tore. Pausenstand 1:6 aus deutscher Sicht.

In das zweite Drittel kamen die Spieler nach einer Ansprache von Kapitän Tim Böttcher aus der Kabine. Nach dieser zeigte sich das deutsche Team deutlich sortierter und disziplinierter. Dennoch schafften es die Finnen in der 24. Minute ein weiteres Tor zu erzielen. Allerdings entschieden wenige Sekunden nach dem Wiederanpfiff die Schiedsrichter auf Penalty für Deutschland. Dieser wurde von Michel Wöcke mit seinem bekannten Zorrotrick durchgeführt und souverän verwandelt.

Auch das kurze Hoch brachte die Deutschen nicht genug an die finnische Leistung ran. Bis zum Drittelende schafften die Nordeuropäer noch zwei weitere Tore, sodass es zum Unterbruchspfiff 2:9 stand.

Im letzten Spielabschnitt zeigte das deutsche Team nochmal die Entwicklung, welche es über die letzten Jahre durchgemacht hatte. Das Team um Martin Brückner spielte mit, versuchte sich nicht, wie früher, zu verstecken. Gleichzeitig nutzten die Finnen die entstandenen Lücken, sodass das Spiel am Ende 2:11 endete.

Tino von Pritzbuer fand nach dem Spiel klare Worte: „Finnland war einfach in allen Sachen etwas besser wie wir.“, so der Best Player. Auch bei Sascha Herlt saß der Frust nach dem Spiel noch tief, gleichzeitig reflektiert der Weißenfelser, sei man schon einen ganzen Schritt weiter, wenn man sich nun ärgert, Spiele gegen Finnland nicht enger gestalten zu können.

Für Deutschland geht es direkt weiter, das nächste Platzierungsspiel findet am Samstag gegen Norwegen um 13 Uhr statt. Live verfolgt werden kann, dieses Spiel auf Twitch.

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