Die Deutschen Meisterschaften im Floorball 2026
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Die Deutschen Meisterschaften im Floorball 2026
Die Floorball-Saison 2025/26 hat gehalten, was sie versprochen hat: emotionale Playoff-Serien, enge Entscheidungen und eine Atmosphäre, die eindrucksvoll gezeigt hat, wie sehr sich die Sportart in Deutschland weiterentwickelt. Wochenlang kämpften die besten Teams des Landes um den Einzug in die Finalspiele. Am Ende setzten sich bei den Damen und Herren zwei Vereine durch, die über die gesamte Saison hinweg Konstanz und Qualität bewiesen haben.
Während die Hallen voller wurden und Livestreams deutschlandweit verfolgt wurden, entwickelte sich insbesondere die heiße Phase der Saison zu einem echten Schaufenster für den deutschen Floorball.
Die diesjährigen Playoffs machten darüber hinaus deutlich, wie stark sich der Sport in den vergangenen Jahren entwickelt hat. Viele Spiele wurden erst in den Schlussminuten entschieden, mehrere Serien boten dramatische Wendungen und zahlreiche Vereine präsentierten professionelle Rahmenbedingungen.
Hinzu kam eine wachsende Aufmerksamkeit in den sozialen Medien und im Streamingbereich. Vereine investierten sichtbar in Übertragung, Hallenshows und Nachwuchsarbeit – ein Zeichen dafür, dass sich Floorball in Deutschland sportlich wie organisatorisch auf einem positiven Weg befindet.
Diese Entwicklung spiegelte sich auf in der sportlichen Qualität der Saison 2025/26 wider. Gerade die Mischung aus erfahrenen Nationalspielern, jungen Talenten und international geprägten Kadern sorgte für eine hohe Intensität und machte die Saison besonders attraktiv. Vor allem in der heißen Phase der Saison wurde deutlich, wie eng das Leistungsniveau der Teams inzwischen beieinanderliegt.
Die Saison wird vor allem wegen ihrer engen und emotionalen Playoff-Duelle in Erinnerung bleiben. Sowohl bei den Damen als auch den Herren mussten sich die späteren Meister ihren Weg hart erarbeiten.
Am Ende stehen mit dem MFBC Leipzig bei den Damen und dem UHC Sparkasse Weißenfels bei den Herren zwei verdiente Deutsche Meister fest. Gleichzeitig haben zahlreiche andere Vereine gezeigt, dass sie in Zukunft ebenfalls um Titel mitspielen können.
Bei den Herren führte der Weg zur Deutschen Meisterschaft erneut über bekannte Namen. Der MFBC Leipzig, die SSF Dragons Bonn, die Floor Fighters Chemnitz und der UHC Sparkasse Weißenfels gehörten bereits vor den Playoffs zum engsten Favoritenkreis – doch spätestens im Halbfinale wurde klar, wie ausgeglichen die Spitze der Liga inzwischen ist.
Der UHC Sparkasse Weißenfels zeigte in den entscheidenden Wochen jedoch genau jene Mischung aus Erfahrung und Effizient, die in Playoff-Serien oft den Unterschied macht. Nach intensiven Duellen im Halbfinale zog der Rekordmeister ins Endspiel gegen den MFBC Leipzig ein.
Die Finalserie entwickelte sich zu einem echten Floorball-Krimi. Beide Teams begegneten sich auf Augenhöhe, lieferten temporeiche Spiele und schenkten sich defensiv wie offensiv nichts. Besonders die individuelle Qualität auf beiden Seiten sorgte dafür, dass Kleinigkeiten über Sieg oder Niederlage entschieden.
Im entscheidenden Moment präsentierte sich Weißenfels jedoch abgezockter. In Spiel 4 der Best-of-Seven-Serie sicherte sich der UHC Sparkasse Weißenfels die Deutsche Meisterschaft 2026 und setzte damit ein starkes Zeichen, nachdem sie in der regulären Saison noch hinter dem MFBC gelegen hatten.
Der Titelgewinn unterstrich einmal mehr die besondere Stellung des Vereins im deutschen Floorball. Gleichzeitig bewies die Finalserie aber auch, dass die Konkurrenz dichter herangerückt ist und die Liga sportlich enorm an Qualität gewonnen hat.
Auch bei den Damen boten die Playoffs hochklassigen Floorball. Der MFBC Leipzig und die ETV Lady Piranhhas Hamburg arbeiteten sich durch intensive K.o.-Runden und trafen schließlich im Finale aufeinander.
Der MFBC überzeugte dabei vor allem durch mannschaftliche Geschlossenheit, ein strukturiertes Aufbauspiel und eine bemerkenswerte Ruhe in Drucksituationen. Hamburg hingegen brachte Tempo und Offensivkraft auf das Feld, wodurch sich eine abwechslungsreiche und attraktive Finalserie entwickelte.
Auch hier spielte sich die Serie über die komplette Länge ab und wurde in jedem Spiel mit nur maximal zwei Toren Unterschied entschieden. Im letzten Spiel reichte dem MFBC ein 2:0, um den Pokal erneut in die Höhe strecken zu können.
Für den MFBC war der Titel das Resultat einer konstant starken Saisonleistung, die sich in 12 Siegen aus 14 Spielen in der regulären Saison widerspiegelte.
Foto: André Mühle
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