Das Glossar erläutert zentrale Fachbegriffe, die in der RTK verwendet werden. Es richtet sich vor allem an Trainer*innen, die neu in die Arbeit mit der RTK einsteigen, sowie an alle, die einzelne Begriffe nachschlagen möchten. Ein gemeinsames Verständnis der verwendeten Terminologie ist eine der Grundlagen für eine qualitativ hochwertige Ausbildungsarbeit.

Begriff Erklärung Synonym / weitere Hinweise
Ausbildungsphilosophie enthält Prinzipien, die den aktuellen Stand des Floorballs beschreiben und versucht gleichzeitig künftige Entwicklungen zu antizipieren. Sie gibt der Trainer:innen- und Spieler*innenausbildung einen Rahmen und definiert Schwerpunkte für die Ausbildung unserer Spieler*innen
Ausbildungsprinzip Unter Ausbildungsprinzipien verstehen wir die Ausbildung der Spielprinzipien der FD Ausbildungsphilosophie Ausbildungsschwerpunkt
Backcheck Nach Ballverlust: Zurücklaufen aus der gegnerischen Zone in die Eigene, um zu Verteidigen und den Ball zurückzuerlangen Feldoffene Körperposition
Daylight Spieler*in mit Ball schaut ins Feld / steht feldoffen mit Blick zum Feld
Defensiv-Transition Beschreibt den Wechsel von der Offensive in die Defensive nach Ballverlust Defensiver Konter
Direktangriff Nach dem Zone Entry folgen max. zwei Pässe bis zu einem Abschlussversuch
DOSB Deutscher Olympischer Sportbund
Entwicklungsstufe In der RTK wird nach Entwicklungsstufen unterschieden, nicht nach Altersstufen.
Fake Move Begriff für Täuschungen Täuschung
Festsetzen Beschreibt das kontrollierte Spiel in der Offensivzone des Gegners nach einem Zone Entry, wenn kein Direktangriff durchgeführt wurde
Flex Der Flex gibt an, wie hart oder weich ein Schaft ist. e niedriger die Zahl, desto härter der Schaft, und je höher die Zahl, desto weicher der Schaft
Forechecking Verteidigungsverhalten in der Mittel- und Offensivzone bei Ballbesitz des Gegners.
Individualtaktik Im Mannschaftssport bezeichnet Individualtaktik die taktisch zielgerichteten Entscheidungen und Handlungen eines einzelnen Spielers innerhalb einer Spielsituation unter Berücksichtigung von Mitspielern, Gegnern, Raum, Zeit und Spielziel. Sie beschreibt somit die Fähigkeit eines Individuums, auf Grundlage der jeweiligen Spielsituation angemessene Lösungen auszuwählen und technisch umzusetzen. Die Handlung von einzelnen Spieler*innen steht im Vordergrund. Beispiele:
Zweikampfverhalten
Antizipation
Decision Making
Wahrnehmung der Situation
Inside Beschreibt in der Defensive die Gedachte Linie zwischen Ball und Tor
Kontrollierte Spielsituation Die Spielsituation kann einer Spielphase klar zugeordnet werden Feldabgewandte Körperposition
Moonlight Spieler*n mit Ball schaut aus dem Feld / steht feldabgewandt mit Rücken zum Feld
Nachsetzen Bestrebung, unmittelbar nach Ballverlust in der Offensivzone den Ball durch hohen Druck zurückzuerobern
Offensiv-Transition Beschreibt den Wechsel von der Defensive in die Offensive nach Ballgewinn Offensiver Konter
Organisierte Defensive Beschreibt das Verteidigungsverhalten einer Mannschaft, wenn die Spielsituation einer kontrollierten Spielphase zugeordnet werden kann.
Organisierte Offensive Beschreibt das Angriffsverhalten einer Mannschaft, wenn die Spielsituation einer kontrollierten Spielphase zugeordnet werden kann
Pressing Aggressive Variante des Forecheckings, bei dem hoher
Scanning Scanning bezeichnet das bewusste und wiederholte Überblicken des Spielfelds (oft durch einen Schulterblick), um Informationen über die Positionen von Mitspielern, Gegenspielern, dem Ball und freiem Raum zu sammeln. Es handelt sich um eine essenzielle kognitive Fähigkeit, die es Spieler*innen ermöglicht, das Spiel zu lesen, Spielzüge vorzuplanen und bessere Entscheidungen unter Druck zu treffen
Spielerrolle 1 Spieler*in mit Ball in der Offensive
Spielerrolle 2 Spieler*in ohne Ball in der offensive
Spielerrolle 3 Spieler*in, die ballführende Gegenpieler*in mit Ball verteidigt
Spielerrolle 4 Spieler*in, die Gegenspieler*in ohne Ball verteidigt
Spielprinzipien Spielprinzipien sind allgemeine, situationsübergreifende Handlungsregeln zur Orientierung und Steuerung individuellen sowie kollektiven Verhaltens im Sportspiel. Sie strukturieren taktische Entscheidungen und koordinieren das Verhalten von Spielern innerhalb eines gemeinsamen Spielkonzepts. Beispiele:
Überzahlen schaffen
Breite und Tiefe nutzen
Bewegung nach Pass
Taktik Taktik ist die Fähigkeit zur sinnvollen Anwendung konditioneller und technischer Elemente in Verbindung mit individualtaktischen, gruppentaktischen und mannschaftstaktischen Maßnahmen im Spiel, um eine optimale Spielleistung zu erreichen (Hohmann 1985, S. 73)
Teamtaktik Im sportwissenschaftlichen Verständnis umfasst Teamtaktik die kollektive Organisation von Angriffs- und Abwehrhandlungen sowie die Abstimmung individueller und gruppentaktischer Maßnahmen innerhalb eines gemeinsamen Spielsystems. Die Kooperation einer Gruppe steht im Vordergrund. Beispiele:
Defensives Spielsystem
Trainingsform Überbegriff für Übungsformen und Spielformen
Unkontrollierte Spielsituation Die Spielsituation kann keiner Spielphase klar zugeordnet werden, beispielsweise da der Ballbesitz nicht klar ist
Zone Entry Kontrolliertes Spiel mit Ball, um in die Offensivzone zu kommen
Zone-Exit Lösen von gegnerischem Pressing oder Nachsetzen

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