Hintergrund der RTK

Bei Floorball Deutschland existieren aktuell zwei zentrale Konzepte für die Trainer:innen- und Spieler:innen-Entwicklung: die Ausbildungsphilosophie sowie das Nachwuchskonzept.

Die Ausbildungsphilosophie beschreibt die grundlegenden Prinzipien des Floorballs und antizipiert künftige Entwicklungen. Sie gibt der Trainer*innen- und Spieler*innenausbildung einen Rahmen, definiert inhaltliche Schwerpunkte und benennt die wichtigsten Ausbildungsprinzipien.

Das Nachwuchskonzept regelt die Struktur der Landeskader und bildet damit den Unterbau der U-Nationalteams von Floorball Deutschland.

Ziele der RTK

Die Rahmentrainingskonzeption verfolgt folgende Ziele:

  • In jeder Phase altersgerechte Inhalte zu vermitteln
  • Eine einseitige oder zu frühe Spezialisierung zu vermeiden
  • Langfristig ein hohes und stabiles Leistungsniveau zu entwickeln
  • Den Spaß an der Sportart zu fördern und Dropout zu verhindern
  • Allen Trainer*innen einen praxistauglichen Leitfaden für ihr Training bereitzustellen

Langfristiger Leistungsaufbau im Nachwuchstraining

Die sportliche Ausbildung von Kindern und Jugendlichen erfordert weit mehr als eine Orientierung an Spiel- oder Altersklassen. Körperliche, motorische und kognitive Entwicklungsunterschiede können in jungen Jahren erheblich sein – die Differenz innerhalb einer Trainingsgruppe kann mehrere Entwicklungsjahre betragen. Deshalb braucht es ein individuelles, entwicklungsgerechtes und systematisch aufgebautes Trainingskonzept.

Die RTK von Floorball Deutschland bietet hierfür eine klare Struktur: Sie gliedert den Ausbildungsprozess in mehrere aufeinander aufbauende Stufen – von den ersten motorischen Grundlagen bis zum Übergang in den leistungsorientierten Spitzenbereich. Diese Stufen sind keine starren Schemata, sondern Orientierungshilfen für Trainer*innen, um Inhalte, Intensität und methodische Schwerpunkte am individuellen Entwicklungsstand der Sportler*innen auszurichten.

Wettkampf als Entwicklungsmittel

Trainings- und Wettkampfstrukturen sollen Kinder und Jugendliche nicht nur sportlich, sondern auch sozial und persönlich fördern. Dabei gilt:

  • Der langfristige Leistungsaufbau hat Vorrang vor kurzfristigen Erfolgen.
  • Wettkämpfe sind nicht zum Sammeln von Trophäen gedacht, sondern als wichtiges Trainings- und Entwicklungsmittel zu verstehen.

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