Floorball als Schulsport

Floorball verdankt seinen raketenhaften Aufstieg in den vergangenen zwei Jahrezehnten nahezu ausschließlich dem Schul- und Universitätssport. In Ländern wie Schweden, der Schweiz, Finnland und Tschechien hat Floorball alle anderen Sportarten im Schulsport überholt. Nun wird die Sportart auch in Deutschland in zahlreiche Schulprogramme und Sportprojekte für Kinder und Jugendliche aufgenommen. In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein ist das Spiel schon Teil des Curriculums.

Floorball ist für alle Altersklassen extrem einfach zu erlernen, garantiert für Kinder sowie Jugendliche eine Menge Spaß und regelmäßige Erfolgserlebnisse, fördert aber dennoch die körperliche Motorik, Fitness und den Teamgeist. Hinzu kommt, dass die Sportart für gemischte Mannschaften aus Mädchen und Jungs besonders gut geeignet ist und dadurch zu gegenseitigem Respekt verhelfen kann. Sportpraxis - Die Fachzeitschrift für Sportlehrer, Übungsleiter und Lehrer bewertete Floorball als "dynamisch, leicht zu erlernen, pädagogisch wertvoll und im Ergebnis ideal für den Schulsport geeignet."

Die Spielformen

Grundsätzlich wird im Floorball in drei drei Spielformen unterschieden. Neben dem Großfeld, welches sich bundesweit als die dominierende Wettspielvariante etabliert hat, existiert das Kleinfeld und das Mixed. Für den Schulsport fällt die Großfeld-Variante praktisch als Option heraus. Ist Floorball erst einmal in der Schule angekommen, entscheiden sich die Lehrkräfte in der Regel für die so genannte Mixed-Variante.

Mixed

Beim Mixed wird auf Kleintore und damit ohne Torhüter*in gespielt. Auf dieser Grundlage beschränkt sich der Materialbedarf zu Beginn auf ein Stockset und Bälle, was für alle Schulen zu erschwinglichen Konditionen angeboten wird. Sofern als Tore nicht unbedingt Kastenteile oder Hocker – was auch funktioniert – herhalten sollen, kommt noch die Investition für Kleintore hinzu: Je nach Hallengröße kann die Anzahl an Spieler*innen dann variieren. Im Normalfall wird vier gegen vier und ohne Torwart gespielt.

Schon diese stark vereinfachte Variante bringe ein mitreißendes Spiel hervor. Viele Lehrkräfte zeigten sich überrascht, wie viel Bewegung über Floorball in die Unterrichtseinheit kommt. Das Geheimnis ist die schnell zu erlernende Stocktechnik. Sobald ein Kind passen und den Ball annehmen kann, ist es sofort im Spiel. Dazu tritt auch nicht der bei anderen Sportspielen verbreitete Effekt ein, dass das schlechteste Kind ins Tor muss. Denn die Schüler*innen merken schnell, dass die besten Spieler*innen von hinten das Spiel aufbauen sollten. Insofern befinden sich die sportlichen Außenseiter mitten auf dem Feld und damit im Zentrum des Geschehens.

Kleinfeld

In den führenden Floorballnationen wie Schweden, Finnland, der Schweiz und Tschechien, wo das Spiel teils schon in den 1970er Jahren aufgekommen ist, hat die Mixed-Variante stark an Bedeutung eingebüßt. Aufgrund der viel besseren infrastrukturellen Ausstattung mit Floorballmaterial wie Großtore, Banden und der Torhüterausrüstung wird früher als in Deutschland die Kleinfeld-Variante gespielt. Statt auf dem Handballfeld großen Terrain, wie im Wettspielbetrieb der Erwachsenen, wird auf einem Feld mit verkürzter Länge und Breite aber auf große Tore gespielt. Diese Variante kommt dem echten Floorball noch viel näher. Zudem begeistert die Kinder das große Tor und nicht wenige die Coolness der Torhüterausrüstung mit Helm, Panzer und gepolsterter Hose. Für die meisten Schulen ist die Kleinfeld-Variante aber erst der zweite oder gar dritte Schritt.

Die Regeln

Was gefährlich wirkt, ist nicht gestattet. Nach dieser einfachen Prämisse wurde das Floorballregelwerk entwickelt. Im Ergebnis liegt darin ein gewichtiges Argument begründet, weshalb sich Floorball ideal als Schulsport eignet.

Für den Start in der Schule mit der Sportart Floorball reicht es sogar, sich auf drei grundlegende Regeln zu beschränken:

  • Berühre nur den Ball und dies maximal bis zur Kniehöhe
  • Halte die Schlägerschaufel bodennah, maximal bis zur Hüfthöhe
  • Spiel den Ball auch mit deinem Körper von Fuß bis Brust, aber schiebe und stoße damit niemanden

Die ausführlichen Regelwerke zu den Spielformen Mixed, Kleinfeld und Großgeld stehen unter http://www.floorball.de/verband/dokumente/ zum Download zur Verfügung.

Material

Bei der Beschaffung von Material und bei der Unterrichtsgestaltung unterstützt der Floorball-Verband Deutschland.

Beim direkten Partner, dem floorballshop.com, können zu günstigen Konditionen Schul-Sets erworben werden, die aus mehreren Schlägern (jeweils in zwei Farben gestaltet, um gleich in Mannschaften einzuteilen), Bällen und auch zwei großen oder kleinen Toren für das Spiel ohne festen Torhüter, bestehen. Investitionen für Banden sind im Schulsport nicht nötig, da diese erst im Wettspielbetrieb gebraucht werden. Die Spieler*innen benötigen lediglich die übliche Sportbekleidung, ein Paar solider Hallenschuhe und einen Floorball-Schläger.

Der floorballshop.com ist spezialisiert auf:

  • die Ausrüstung von Schulen mit Schlägersets, Bällen, Banden und Zubehör
  • die Ausstattung von Vereinen mit individuell gestalteten Trikotsätzen
  • den Verkauf und die Vermarktung von Floorballfanartikeln
  • Einzelspieler, Anfänger und Profis und ihre individuellen Materialwünsche

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